Was ist Drehfräsen?
Beim Drehfräsen werden Dreh- und Fräsbearbeitung auf einer Maschine kombiniert. Das Werkstück rotiert für die Drehbearbeitung, während angetriebene Werkzeuge oder eine vollwertige Frässpindel die Fräsbearbeitung übernehmen. Das Ziel ist die Komplettbearbeitung: Aus dem Rohteil entsteht in einem Arbeitsgang das fertige Bauteil.
Drehfräsen oder Fräsdrehen – wo liegt der Unterschied?
Beide Begriffe beschreiben die Kombination aus Drehen und Fräsen, setzen den Schwerpunkt aber unterschiedlich.
Beim Drehfräsen liegt der Fokus stärker auf dem Drehen. Gemeint sind dabei häufig Maschinen mit einem Revolver mit angetriebenen Werkzeugen, die zusätzlich zur Drehbearbeitung fräsen können.
Beim Fräsdrehen ist es umgekehrt: Diese Maschinen sind auf das Fräsen ausgelegt, können aber ebenso drehen. Sie verfügen über eine Haupt- und eine Gegenspindel mit Drehfunktion sowie über eine vollwertige Frässpindel mit Werkzeugwechsel und B-Achse.
Im allgemeinen Sprachgebrauch hat sich jedoch der Begriff Drehfräsen durchgesetzt – auch dann, wenn technisch das Fräsdrehen gemeint ist.